Mit Würde auf dem letzten Weg

Den letzten Weg würdig und pietätvoll zu gehen, ist dem Projekt „Ehrenamtliche Begleitung von Sozialbestattungen“ ein großes Anliegen.

Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Von der Großfamilie zu einer individuellen Lebensweise. Kleine Familien, globales Wohnen, Vereinsamung, Anonymität, Schnelllebigkeit, Kontaktarmut, Digitalisierung, TV, demographischer Wandel. All das sind Faktoren, die dazu beitragen, dass Menschen einsam sterben.

In Witten gab es im Jahr 2017 rund 100 Sozialbestattungen.

Die Stadt Witten arbeitet seit 2017 bei den ordnungsrechtlichen Beerdigungen mit einem externen Bestatter zusammen. Seitdem fehlt es an Koordination und Kommunikation u.a. mit Pastören. Oft werden Urnenbeisetzungen ohne Absprachen mit Geistlichen oder Bekannten durchgeführt: pietätlos und einsam.

Bei jeder Sozialbestattung ist der Einsatz Ehrenamtlicher ein caritativer Mehrwert. So soll den einsamen Seelen etwas Würde auf dem letzten Weg mitgegeben werden.

Es ist wichtig, ein Netzwerk mit Behörden, Pastören und Fachkräften aufzubauen, um auch schwierige Situationen zu meistern. Ziel ist es, die Würde des Verstorbenen durch ein gemeinschaftliches letztes Geleit zu wahren.