Caritas beteiligt sich an Ausbildungsmesse

 

Foto: Caritas- Sozialarbeiterin Linda Ueckeroth besucht die Messe mit einer Migrantengruppe

Bei der Nacht der Ausbildung gab es Wissenswertes rund um die Karriere -Vom Altenpfleger bis zur Zerspanungsmechanikerin.

Was ist der perfekte Job für mich? Was kann ich? Und was will ich eigentlich? Fragen wie diese brannten den jungen Besuchern der sechsten Nacht der Ausbildung unter den Nägeln. Verschiedene Wittener Unternehmen versuchten sie zu beantworten. Mehr als 70 Berufsbilder stellten sie vor – vom Altenpfleger bis zur Zerspanungsmechanikerin. Das Motto: „Du wählst deine Karriere selbst“. „Wir wollen informieren und Weichen stellen“, sagt Zvonko Brajkovic, der an diesem Abend am „heißen Draht der Sparkasse zur Karriereleiter“ steht.

Während der Ausbildungsnacht konnten die Heranwachsenden jedoch nicht nur mit Personalchefs sprechen – auch junge Auszubildende standen ihnen Rede und Antwort. Der 20-jährige Silvan etwa erklärte in der Karriere-Werkstatt an der Herbeder Straße, wie man aus Metall eine Rose fertigt. Dimitri (15) war erst skeptisch, wollte sich unter den kritischen Blicken von Alina (15) und Chantal (15) aber offenbar keine Blöße geben. Ein paar Schritte weiter gab es kleine Skorpione – aus Muttern und gebogenem Schweißdraht.

Caritas besucht die Messe mit Geflüchteten

Insgesamt waren 43 Unternehmen mit Infoständen und praktischen Angeboten bei der Nacht der Ausbildung vertreten. „Jedes Jahr machen mehr Firmen mit“, sagt Gunnar Dachrodt von der Karriere-Werkstatt, dem Veranstalter. So gab es Informationen zu Ausbildungsberufen im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich. Aber auch die Abteilung Gesundheit und Soziales war vertreten. Rund 500 Ausbildungsplätze waren bei der „Messe“ im Angebot.

Der Migrationsdienst der Caritas kam mit einer Gruppe Geflüchteter. Die jungen Männer waren neugierig und staunten sichtlich über die Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer neuen Heimat. Radomir Zecevic von der Immobilienagentur „Time Trax“ führte viele intensive Gespräche, wie er sagt. „Die Ausbildungsmesse ist nicht nur für die Jugendlichen interessant, sondern ebenso sehr für die Eltern. Wenn die Eltern Bescheid wissen, können sie sich auch dafür stark machen, was ihre Kinder beruflich lernen wollen.“

 

Text: WAZ Witten vom 10.07.2017