Muttertag: Immer weniger Alleinerziehende nutzen Kurmaßnahmen

„Niemand kann ständig stark sein“

Muttertag: Immer weniger Alleinerziehende nutzen Kurmaßnahmen

Caritas ermutigt Betroffene, Angebote zu nutzen

„Niemand kann ständig stark sein“, betont Simone Donwald, Kurberaterin beim Caritasverband.  „Wer sich nur noch durch den Alltag schleppt, sollte schleunigst handeln.“ Die Belastungen von Alleinerziehenden seien weitaus höher als in Familien mit zwei Elternteilen. Hinzu kämen oft materielle Sorgen.

Der Anteil an Alleinerziehenden in Mutter-Kind-Kuren ist 2017 auf 26 Prozent gesunken, wie aus der Jahresstatistik des Müttergenesungswerkes hervorgeht. In den Vorjahren lag diese Quote stets deutlich über 30 Prozent. Möglicherweise scheuten viele Betroffene auch den zeitlichen und bürokratischen Aufwand, eine Kurmaßnahme zu beantragen. Genau hier komme die Kurberatung in den örtlichen Caritasverbänden ins Spiel. „Die Beratungsstellen helfen von der ersten Fragestellung, ob man überhaupt kurbedürftig ist, bis hin zu Widersprüchen gegen Ablehnungen durch die Kassen.“

Die Kosten einer Mutter-Kind-Kur werden ebenso wie eine Mütter-Kur von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Informationen bietet der Caritasverband, Simone Donwald, Tel. 9109011.