Schreck am frühen Morgen - Caritas dankt der Polizei

Es war frühmorgens um 4:32 h als eine unbekannte Dame mit unterdrückter Telefonnummer den Anrufbeantwortet der Caritas besprach: „Ich bin gestürzt und liege auf der Erde“. Danach hörte man vier Minauten lang nur noch ein schweres Atmen – keine weiteren Hinweise.  Nachdem der Caritas-Pflegedienst vergeblich versucht hatte, die Anruferin zu identifizieren, informierte Pflegedienstleiterin Elisabeth Both die Polizei. „Wir konnten den Anruf nicht einfach ignorieren. Wie oft hört man, dass Menschen tagelang hilflos in der Wohnung liegen und nicht entdeckt werden“, so Both. Was dann kam, hatte sich die Caritas einfacher und schneller vorgestellt. Anders als in TV-Kriminalfilmen kann die Polizei nicht einfach den Telefonanruf nachverfolgen, sondern braucht dafür eine richterliche Genehmigung. Zwischenzeitlich hatte die Caritas sämtliche weiblichen Patienten zu Hause besucht oder angerufen. Übrig blieben, weil sie nicht erreichbar waren, nur noch acht Damen. „Wir hätten unmöglich die Wohnungstüren aller acht Patientinnen auf bloßen Verdacht hin aufbrechen lassen können.“ Zwischenzeitlich hatte die Polizei die gesuchte Patientin ermittelt. „Auch wenn die gestürzte Dame bereist anderweitige Hilfe erfahren hatte,  sind wir der Polizei für die gute Zusammenarbeit sehr dankbar. So hatten wir die Gewissheit, dass niemand in Witten hilflos auf dem Boden liegt“, so Elisabeth Both. Als Konsequenz aus dem Vorfall wird die Caritas alle Patienten bitten, die Telefoneinstellungen so zu ändern, dass die Rufnummern beim Empfänger sichtbar werden. „Damit bleibt uns viel Aufregung erspart und der gestürzten Patientin hätte wesentlich früher geholfen werden können. Mit Unterstützung der Polizei ist die Sache noch einmal gut gegangen“, zieht Elisabeth Both dennoch ein positives Fazit.